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  • Deutsche Telekom und France Telecom-Orange wollen Einkaufs-Joint Venture gründen

    Die Deutsche Telekom und France Telecom-Orange beabsichtigen im Rahmen eines 50/50 Joint Venture die Bündelung ihrer Beschaffungsaktivitäten im Bereich Endgeräte, Netzausrüstung und Service-Plattformen sowie - beginnend mit vier Pilotprojekten - der IT-Infrastruktur. Zu diesem Zweck wurde heute ein Term Sheet unterzeichnet, das die Basis für die noch auszuhandelnden endgültigen Verträge darstellt.

    Mit dieser Zusammenarbeit im Einkaufsbereich eröffnen die Deutsche Telekom und France Telecom-Orange eine neue Ära im Rahmen der bereits initiierten intelligenten Branchenkooperation. Beide Konzerne können damit für ihre Kunden nachhaltige Vorteile und Einsparungen erzielen und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Lieferanten profitieren von der Harmonisierung der Ausrüstungen und Leistungsmerkmale, weil sie ihre Entwicklungsaktivitäten effizienter gestalten und darüber hinaus weitere Synergien generieren können.

    Für die Deutsche Telekom und France Telecom-Orange werden die globalen potenziellen Einsparungen drei Jahre nach Betriebsbeginn mit mehr als 400 Millionen Euro bzw. annähernd 900 Millionen Euro veranschlagt. Resultierende Einsparungen im Bereich Netzwerkausrüstung werden durch einen Kompensationsmechanismus ausgeglichen.

    "Ich freue mich sehr, dieses neue Projekt mit der Telekom heute bekannt geben zu können. Von der Zusammenlegung unserer Einkaufsaktivitäten profitieren unsere Kunden durch beste Netze, verbesserten Service und die größte Auswahl von Endgeräten in unserem Geschäftsbereich," sagte Olaf Swantee, Executive Vice President Europe and Sourcing bei France Telecom-Orange. "Das neue Joint Venture wird uns eine schlagkräftigere Beschaffungsorganisation ermöglichen und zu einer noch effektiveren Partnerschaft mit unseren Lieferanten führen. Damit können wir Innovationen weitertreiben und Technologien entwickeln, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen."

    "Von den Betreibern wird erwartet, mehr als je zuvor in Netzwerke und Infrastruktur zu investieren, da die Datennutzung exponentiell zunimmt und es vermehrt Anstrengungen gibt, die digitale Aufspaltung zu reduzieren", erklärte Edward R. Kozel, Chief Technology and Innovation Officer der Deutschen Telekom. "Mit France Telecom-Orange haben wir einen erfahrenen und zuverlässigen Partner, der sowohl hinsichtlich der Skaleneffekte als auch des Kundennutzens bei der Harmonisierung der Technologie den gleichen Ansatz verfolgt."

    Das avisierte gemeinsame Unternehmen wird zwei operative Bereiche in Bonn und Paris haben und durch Erfahrungsaustausch und Einsparpotenziale für beide Konzerne und die Kunden einen messbaren Wert generieren. Bei der Partnerschaft sind erhebliche Synergien durch die gemeinsame Nutzung von Best Practises, der Ausschöpfung der globalen Skaleneffekte und durch harmonisierte Technologieprozesse zu erwarten.

    Die Büros in Paris und Bonn werden mit den Mitarbeitern aus den jeweiligen Einkaufsbereichen beider Konzerne besetzt, die bereits heute für den Einkauf von Endgeräten, Netztechnik, Service-Plattformen, IT-Infrastruktur und das sogenannte Procurement Engineering zuständig sind. Die Deutsche Telekom und France Telecom-Orange sind derzeit mit ihren Gewerkschaften und Sozialpartnern hinsichtlich der Errichtung des Joint-Ventures im Gespräch. Es ist beabsichtigt, einen abschließenden Vertrag nach Vorlage der jeweils erforderlichen Gremienbeschlüsse von Deutsche Telekom und France Telecom-Orange in den nächsten Wochen zu unterzeichnen. Außerdem bedarf es noch der Freigabe des Joint Ventures durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

    Das Joint Venture ist das Ergebnis gemeinsamer Sondierungsgespräche der Deutschen Telekom und France Telecom-Orange. Diese wurden seit der gemeinsamen Ankündigung im Februar diesen Jahres geführt. Ziel ist es, mögliche Kooperationsbereiche bei der gemeinsamen Nutzung von Funkzugangsnetzen in Europa, WiFi-Roaming, der Harmonisierung von Ausrüstungen, Machine-to-Machine (M2M)-Services und neue Wachstumsbereiche für die geschäftliche Weiterentwicklung zu identifizieren.
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