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    Kabel Baden-Württemberg

  • Tuningen ist schnellste Gemeinde in Baden-Württemberg

    Tuningen im Schwarzwald-Baar-Kreis ist ab heute die schnellste Gemeinde in ganz Baden-Württemberg. Ein neu gebautes Glasfasernetz mit einer Gesamtlänge von 16,8 km versorgt rund 900 Tuninger Bürger und Gewerbetreibende in den fünf örtlichen Gewerbegebieten mit einer Datenkapazität von bis zu 10 Gbit/s. Der Aufbau des Glasfasernetzes bis in die einzelnen Haushalte (FTTB) wurde gemeinsam von der Gemeinde Tuningen und dem Kabelnetzbetreiber Kabel BW in zwei Projekten realisiert, die sich als Modell für die Erschließung bisher unversorgter ländlicher Gemeinden mit schnellem Internet eignet.

    Nach rund drei Monaten Bauzeit sind 16,8 km Glasfaserkabel verlegt und die Verbindung zum Internet ist hergestellt. Die Glasfaseranbindung reicht direkt bis in die Haushalte, damit steht jedem Haushalt rechnerisch ein symmetrisches Datenvolumen von bis zu 10 Gbit/s zur Verfügung. Die feierliche Eröffnung des Netzes erfolgte heute durch Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, sowie Bürgermeister Jürgen Roth und Ulrich Hoffmann, Bereichsleiter Netzentwicklung bei Kabel BW. „Die Erschließung mit superschnellem Internet stellt insbesondere ländliche Gemeinden wie Tuningen vor eine große Herausforderung. Mit Glasfaser bis ins Haus konnte dabei die leistungsfähigste und zukunftssicherste Möglichkeit realisiert werden“, betonte Staatssekretär Burgbacher im Rahmen der feierlichen Eröffnung. „Eine Kooperation von Bund, Gemeinde und Kabel BW ist hier auf vorbildliche Art und Weise umgesetzt worden. Es freut mich besonders, dass das vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte Modellprojekt Initialzündung sein konnte. Rund 300 Bürger erhalten darüber einen Glasfaseranschluss, für weitere 600 Bürger wurde ein Glasfaseranschluss zusätzlich durch den privaten Betreiber Kabel BW realisiert“, so Burgbacher weiter. Tuningen sei eines von bundesweit 24 geförderten Modellprojekten, betonte Burgbacher. „Die Modellprojekte sollen zeigen, wie sich die Kosten für den Aufbau von Hochleistungsnetzen durch innovative Lösungen reduzieren lassen.“ Ullrich Hoffmann, Bereichsleiter Netzentwicklung bei Kabel BW sagte dazu: „Die Zusammenarbeit mit Herrn Bürgermeister Roth, mit dem Bundesministerium für Wirtschaft als auch mit dem Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz verlief Hand in Hand. Dafür meinen herzlichen Dank.“

    Modellprojekt für die Erschließung ländlicher Gemeinden
    Die anfallenden Kosten bei einer Neuerschließung sind im Allgemeinen nicht unerheblich, insbesondere die Tiefbaukosten machen eine Erschließung häufig unwirtschaftlich. Die Gemeinde Tuningen und Kabel BW haben gemeinsam eine Lösung gefunden: Kabel BW hat unabhängig den Ausbau im nördlichen Teil Tuningens finanziert, Ausgangsbasis war der Aufbau des Netzes im Bereich West und Ost von Tuningen mit Hilfe des Modellprojekts des Bundeswirtschaftsministeriums. Dieser Anteil setzt sich aus einem Zuschuss des Bundes und einem Eigenanteil der Gemeinde zusammen, sowie aus Mitteln einer neu gegründeten Bürgerbeteiligungsgesellschaft, in die Bürger Einlagen einzahlen. „Ich bin stolz auf das Engagement meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Jeder Anteilseigner hat seinen persönlichen Teil zum Netzausbau beigetragen, dadurch identifizieren sich die Bürger sehr stark mit dem Projekt“, betont Jürgen Roth, Bürgermeister von Tuningen.

    Kooperationen als Lösung für Breitbandausbau
    In den sogenannten weißen Flecken – Regionen ohne Internetversorgung-, oder nicht mit Kabel versorgten Teilgemeinden oder Gewerbegebieten, sowie für einzelne Unternehmen mit einem extrem hohen Bandbreitenbedarf sind individuelle Lösungen gefragt, die im Dialog mit den Gemeinden, Stadtwerken oder regionalen Energieversorgern gefunden werden können. Kooperative Konzepte unter Beteiligung anderer Infrastrukturanbieter sowie Stadtwerke und Kommunen sind ein möglicher Lösungsansatz: Glasfasernetze, langfristig finanziert durch Investoren, Kommunen oder Stadtwerke, und auf Mietbasis betrieben durch einen leistungsfähigen Netzbetreiber, der auch den Zugang zum Glasfasernetz für andere Anbieter gewährleistet. Kabel BW hat hier bereits zahlreiche Kooperationen realisiert, die sich auch auf andere Gebiete und Bundesländer übertragen lassen. In Neubaugebieten geht Kabel BW verstärkt auf die Glasfaserverlegung bis ins Haus (FTTB) über. „Im letzten Jahr haben wir über 60 Prozent aller Neubaugebiete komplett mit Glasfaser erschlossen“, freut sich Hoffmann. Bei diesen 60 Prozent wird es nicht bleiben, Glasfaser wird in Neubaugebieten immer mehr zur Standardbauweise werden. „Wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, auf Basis eines hochleistungsfähigen Glasfasernetzes schnelles Internet zu möglichst vielen Menschen zu bringen“, so Hoffmann.
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